Liebe Leser,

ich hab es endlich geschafft den Ketten des gehosteten WordPress zu entfliehen und bin jetzt auf meinen eigenem Server mit diesem Blog. zu finden auf http://socialhack.eu!

Ich bitte euch also auf dieser neuen Adresse nach updates zu gucken bzw. sofern ihr mir gewogen seid den dortigen Feed zu abonnieren. Das kann ich auch sehr empfehlen, weil ich auf dieser Adresse von meiner bevorstehenden Interrail Reise berichten werde! Am Montag gehts los! Geplant ist eine Route über Triest, Balkan, Istanbul.

Weiters kann ich euch meinen tollen, neuen, aufregenden Podcast empfehlen! Talking Anthropology
Der Name sagt im Grunde schon alles. Gespräche über anthropologische Themen mit Menschen die was zu erzählen haben. Wobei Anthropologie als konglomerat eines Interessensgebietes verstanden wird. Ich will es auf breite Beine stellen, also sollen auch nicht-studierende den Inhalt verstehen und die Themen spannend finden!

Soweit die Theorie, das ganze ist noch Work-in-Progress, ich hab zwar schon 4 Folgen aufgenommen, aber erst 1 veröffentlicht, 1 verworfen und 2 einfach noch nicht fertig nach bearbeitet.

OMG jetzt schreib ich erst recht noch immer hier! AUS!
Wer mehr davon haben will, muss auf den neuen Blog wechseln!!! socialhack.eu

UPDATE:
Es gibt jetzt auch ein Video zur Pressekonferenz: http://vimeo.com/5626566

Am vergangenen Mittwoch ergab sich für mich eine ungewöhnliche Gelegenheit. Manfred Krejcik, auch bekannt als Netwatcher, hat mich eingeladen zu einer Pressekonferenz der Wiener ÖVP mit zu kommen. In meiner Rolle als Auszubildender bei Radio Orange ging es ihm darum mir einen Einblick in das Geschäft des Journalismus zu geben. Ich nenne es auch gerne: „die Produktion von Wahrheit“.

Zugegen waren Wissenschaftsminister und Wiener Landesparteiobmann Johannes „Gio“ Hahn und dem JVP Bundesobmann Sebastian Kurz passender weise im Café di Gio. Thema der Pressekonferenz war ein träumerischer Vorstoß der ÖVP die U-Bahnen Wiens am Wochenende rund um die Uhr fahren zu lassen. Dieses typische Oppositionsthema hat mich bei der ÖVP etwas verwundert, anscheinend funktionieren die Strategien der Bundesebene hier in Wien nicht so gut. Auf die Finanzierung des Projekts wurde zuerst gar nicht und auch durch Nachfragen der Journalisten nur sehr wage eingegangen. Scheint in dieser Sache wohl nicht so wichtig zu sein.

Überhaupt wurde sehr wenig von den Journalisten gefragt und mein Eindruck war, dass nicht besonders kritisch vorgegangen wird. Die präsentierte Information wird verarbeitet, verpackt und gesendet.

Dies war nicht mein erster Face to Face Kontakt mit ÖVP Funktionären. In einer Diskussion zum EU Verfassungsvertrag seinerzeit war ich im Palais Ferstl mit Wolfgang Schüssel und bei einer Sonderführung durchs Parlament hatte ich mal mit meinem HTL Jahrgang eine Fragestunde mit Andreas Kohl. Ich muss zugeben, beide Persönlichkeiten waren einprägsamer als Gio Hahn und bei beiden Gelegenheiten fand ich wichtigere Fragen als in dieser Pressekonferenz.

Das Thema wieso Manfred Krejcik und ich dort an getanzt sind war aber natürlich nicht die U-Bahn, sondern E-Voting. Manfred hat die Gelegenheit der PR-Kampagne genutzt und ausgehandelt Minister Hahn auch mit ein paar Fragen aus dem Netzpolitik Segment Löchern zu können. Ich war dabei weil ich zu diesem Thema einen Blogpost geschrieben habe mein Interesse klar machen konnte.

Ich würde Hahns Verhalten als gekonntes nicht-zurück-rudern bezeichnen. Er wollte uns nichts eingestehen, aber hat seine Aussage zu technikfeindlichen e-Voting Gegnern wenigstens nicht wiederholt. Leider glaube ich, dass wir von ihm noch weitere elektronische Wahlen zu befürchten haben. Auch mein Argument, dass eine elektronische Wahl für die Mehrheit der Bevölkerung einfach nicht nach zu vollziehen ist, nahm er mehr oder weniger nicht zur Kenntnis.

Mein persönliches Résume ist gemischt positiv. Ich fand es aufregend mal bei einer Pressekonferenz dabei zu sein, aber nur weil mich dieses Setting fasziniert. Klassischer Journalismus ist bestimmt nichts für mich. Aber der großteil unserer Medien wird ja davon geprägt, also finde ich es gut diesen Leuten mal in die Karten zu schauen. Mein Informationskanal soll losgelöster von tradierten Strukturen sein und eher den Menschen mit seinen Erfahrungen in den Mittelpunkt stellen. Aber mehr dazu bald…

Ich wurde gerade als Grüner Unterstützer aufgenommen!

Lieber Thomas!

Vielen Dank für dein Interesse UnterstützerIn der Grünen zu werden. Wir haben in den letzten zwei Monaten 700 Anträge bekommen. Das hat uns vor ganz neue Fragen gestellt und wir haben uns erlaubt, uns die Zeit, die wir für die Antworten gebraucht haben, auch zu nehmen.

Wir freuen uns dir nun mitteilen zu können, dass wir dich als UnterstützerIn im Kreis der Grünen Wien herzlich willkommen heißen.

Wir möchten dich als UnterstützerIn, so wir das nicht schon getan haben, auch gerne persönlich begrüßen und näher kennen lernen!

Beim Open House hast du die Gelegenheit uns und andere Grüninteressierte zu treffen und mehr über die Grünen Wien und über unsere Arbeit zu erfahren. Das nächste Open House  findet am 7. Juli 2009, um 19 Uhr im Grünen Haus, Lindengasse 40, 1070 Wien mit der Gemeinderätin Heidi Cammerlander und dem Stadtrat David Ellensohn statt.

Bei den Grünen Wien hast du die Chance, Politik aktiv mitzugestalten!

Wenn dein Interesse deiner direkten Wohnumgebung gilt, freut sich die Bezirksgruppe in deinem Bezirk über deine Mitarbeit. Wenn du eher an themenbezogener Arbeit interessiert bist, besteht die Möglichkeit, dich in einer unserer Arbeitsgruppen einzubringen bzw. dich an aktuellen Aktionen zu beteiligen. Du kannst aber auch in einer unserer Teilorganisationen aktiv werden.

Mit lieben Grüßen

Karin Horn &
Miriam Grafl
P.S.: Du erhältst dieses Schreiben auch per Post inklusive dem Politischen Jahrbuch der Wiener Grünen und dem aktuellen Statut.

Irgendwie kann ich mich nicht so ganz freuen, da ja die Meisten Anträge immer noch auf die Bearbeitung warten bzw. die Mehrheit abgelehnt wurde. Trotzdem bin ich von der Initiative und den Grünen überzeugt und freu mich drauf Mitarbeiten zu können und hoffentlich gehör zu finden!

Wieso sie extra dazu schreiben, dass beim ersten Open House David Ellensohn dabei ist, ist mir nicht ganz klar. Hoffentlich ist das Ziel die gegenseitigen Resantiments aus der Welt zu schaffen!

Ich habe ja schon in meinem letzten offenen Brief auf den Klubobmann der Oberösterreichischen Grünen Gottfried Hirz verwiesen. Der liebe Mann hat im Landtag für die Einrichtung einer Zensurinfrastruktur argumentiert und ich wollte das ihm sein grüner Kollege aus dem deutschen Bundestag einmal die Gefahren davon erklärt.

SG Klubobmann Gottfried Hirz,

ich habe ihre Rede im Oberösterreichischen Landtag gesehen und habe ihnen entschieden Widersprochen, da ihre Argumentation für mich sehr Gefährlich war.

Um ihnen meine Punkte darzulegen bitte ich sie einfach sich das gestrige Video ihres deutschen Parteikollegen Wolfgang Wieland aus dem Bundestag anzusehen.

Es geht bei dieser Zensurinfrastruktur nicht um die Verhinderung von Kinderpornographie oder dem Markt der darauf basiert.

Viele Beispiele aus Deutschland zeigen wie mit bestehenden Rechtsmitteln die Angebote innerhalb von Stunden vom Netz genommen werden können und gegen die Provider vorgegangen werden kann. Eine von ihnen argumentierte Zensurinfrastruktur hätte stattdessen weitreichende Folgen für die Informations- und Meinungsfreiheit im Internet.

Dieses Thema bewegt die Menschen, dass zeigt auch eine Petition im deutschen Bundestag, die annähernd 135.000 Menschen unterzeichnet haben.
Die Taktik die hier angestrebt wird ist auch absolut inadäquat um dem Problem zu begegnen. Die angestrebten Maßnahmen dienen weder der Verhinderung derartiger Straftaten noch werden die Dokumentationen davon wirklich gelöscht. Nach dem deutschen Modell, dass sie ja offiziel anstreben, wird nur ein Stoppschild davor gehängt. Deshalb hat sich in Deutschland auch schon ein Verein von Missbrauchsopfern gegen Internetsperren gegründet, der gegen die Instrumentalisierung dieses Themas auftrit.

Ich bitte Sie dieses Thema zu überdenken und nicht dem einfacheren, populistischen Kurs zu folgen.

mit freundlichen Grüßen,

Hier nochmal das Video von „unserem“ Grünen:


(eine Kuriosität: beide Videos gleichzeitig laufen lassen und hören welche Wörter gleich sind)

Eine etwaige Antwort poste ich natürlich hier.

Das BarCamp Vienna am 13-14. Juni 2009 geht gerade zu ende. Es war mein erstes Bar Camp seit dem Helma NG Event vor ca. einem Jahr. Stattgefunden hat das Ganze in der Modul Universität auf dem Kahlenberg in Wien, eine sehr respektable Universität mit sündhaft teuren Studiengebühren. Die TeilnehmerInnen der Veranstaltung konnten sich über eine wunderbare Lokation über den Dächern Wiens freuen.

Terasse der Modul-Uni am Kahlenberg

Blick auf Wien

Ich hab noch keine große BarCamp Erfahrung und deshalb keinen qualifizierten Vergleich, aber ich fand die Sessions großteils positiv. Mein Geschmack wurde mit dem Schnittpunkt zwischen Technik und Gesellschaft aber auch gut bedient. Zum Beispiel sind zwei Slots über Google Wave und Privacy zusammen geflossen, die Themen gingen einfach in einander über und die Zeitslot Grenzen waren egal. Ein gutes Beispiel wie Bar Camp Regeln kreativ neu gedeutet werden müssen.

Mein Hunger nach harten Technik Fakten wurde in den Sessions über „Identi.ca und andere laconi.ca Installationen“ und „Cloud Computing für Normalsterbliche“ befrieidigt. Beim Zweiteren war es schön zu sehen, dass auf die Frage wer Cloud Computing kennt ein ganzer Saal die Hände hob, aber auf die Frage wie man das definieren könnte nur noch einer bescheid wusste.

Die live Installation einer laconica Instanz wurde übrigens gleich vom österreichischen Internetrat verwendet um ihre Plattform saubertweeten einzurichten. Was der Internetrat ist war Thema einer heftigen Diskussion am ersten Abend. Ich empfinde es fast als gefährlich eine Stellungnahme dazu abzugeben. Für mich ist der Internetrat schwarzes Theater im Internet und eine gekonnte Parodi auf den österreichischen Medienrat.

Online-Ethik, Freiwillige Selbstkontrolle und Empehlungen

Diese Aktion zeigt wie Vertrauen im Internet hergestellt wird, wie sich eine selbsternannte Institution etabliert. (1) Der Name beinhaltet ‚österreich‘ und ‚Rat‘ (2) es gibt einen Futurezone-Artikel darüber (3) Die 5 Vorstandsmitglieder sind den Meisten in der österreichischen Netz Community bekannt.

Der Internetrat trägt seinen eigenen Widerspruch in sich
Jeder kann einen Blog aufmachen

Diese 3 Punkte reichen um in den Diskurs über Zensur ernst genommen zu werden und um einen ganzen Saal zu bewegen, die eine Hälfte ist lautstark am lachen und die Andere kämpft mit der fehlenden Legitimation dieses Zensur-Organs. (Sebst-)Zensur und Empfehlungen werden dabei genauso leicht verwechselt wie unüberlegte Aktionen mit echter NGO Arbeit. Für mich war es nach diesem Tag klar, dass der Aufklärungsaspekt bei der Geschichte überwiegt. Es wurden Leute hinters Licht geführt und ihnen wurde ein Spiegel vor gehalten, aber am Ende haben alle gelacht und, nach meinem empfinden, gab es Konsens über die Ernsthaftigkeit des Themas.

Am nächsten Tag wurde das nochmal auf die Probe gestellt. Der österreichische Onlinerat hat sich über die Nacht gegründet! Dabei handelt es sich, meiner Meinung nach, um eine Parodie auf die Parodie. Das Argument der fehlenden Legitimation des Internetrats wurde ins extreme verkehrt und eine Institution ohne Führungsstrukturen wurde geschaffen. Die Nutzergemeinde soll den Internetrat kontrollieren. Dabei ist, wer auf Twitter oder Facebook folgt. Themen? Regeln? Gibts noch nicht. red ma drüber!

Onlinerat Initiator

Der Onlinerat

Der Internetrat

Der Internetrat

Datenschutz, Zesurfreiheit, Netzneutralität. Das sind Themen die technik begeisterten Menschen normalerweise sehr wichtig sind. Schließlich haben die, die ihr Leben großteils im Netz verbringen, durch diese neuen Restriktionen am meisten zu verlieren. Natürlich gab es auch Sessions, die sich diesem Thema ernster genähert haben. Damit meine ich „Bürgerrechte & das fehlende Bewusstsein im Informationszeitalter“ von dem Betreiber von netwatcher und q/uintessenz.  In dieser Session war der Inhalt einschlägig und dem Thema entsprechend ernst, dafür war die Verkleidung des Vortragenden und das rund herum etwas überzeichnet.

Bürgerrechte & das fehlende Bewusstsein im Informationszeitalte

Bürgerrechte & das fehlende Bewusstsein im Informationszeitalte

Vielleicht bin ich von der SIGINT einfach nur noch eine andere Art gewohnt sich diesem Thema zu nähern. Aber irgenwie fehlte mir da die Bereitschaft zu kämpfen und das heißt in diesem Fall glaubhaft genug zu sein um die breite Masse zu informieren.

Die letzten Ereignisse haben mich dazu gebracht diesen offenen Brief zu schreiben:

SG Grüner Vorstand,

ich schreibe ihnen, um meiner Ablehnung als Grüner Vorwähler zuvor zu kommen. Zu der Annahme bringt mich die verlautbarte Praxis, mit der sie gedenken zu entscheiden wer willig ist sich bei den Wiener Grünen einzubringen und wer nicht. Das genannte Kriterium, ob jemand auf Massenzusendungen verzichten will, da die Person sich selbstständig informiert, kann und darf kein Kriterium für eine Ablehnung sein! Mein Vormieter war oder ist Mitglied bei den Grünen und hat die Partei über seinen Auszug vor 2 Jahren nicht informiert, wodurch ich sowieso schon die Zusendungen der Grünen bekomme. Allerdings ist die Akzeptanz von Postwurfsendungen auch für andere VorwählerInnen kein Indikator ihrer Bereitschaft zur politischen Partizipation. Erst recht netzaffine Menschen sind es gewohnt sich ihren eigenen Informationskanal zu bauen und empfinden den Briefkasten als kein adäquates Kommunikationsmittel mehr.

Die Zahlen der UnterstützerInnen Anträge scheinen für den Vorstand beängstigend zu sein und die Checkbox ist womöglich ein gutes Mittel diese Zahl willkürlich zu reduzieren, damit nimmt man den Vorwahlen allerdings ihren Hauptnutzen für die Grüne Partei, nämlich ihre Dynamik und Offenheit. Zwei Kriterien die ich mir von den Grünen wünschen würde. Zwei Kriterien die, wie ich finde, leider in der öffentlichen Wahrnehmung fehlen.

Was kann ich tun? Obwohl ich noch nicht viele Jahre auf dem Buckel hab, versuche ich schon lange für meine Werte einzutreten. Das habe ich in dem Verein Junx in Wr. Neustadt getan, der Straßenzeitung Eibischzuckerl, meiner Tätigkeit als Schulsprecher, meinem Job im Diversity Projekt „Achtung für Alle“ der Bundes Jugend Vertretung, dem Projekt Peer-ConneXion der HOSI Wien un meinem Zivildienst bei der Beratungsstelle ZARA. Neben dem Alltäglichen Diskurs, wo jedeR glaube ich  auch etwas bewegen kann. Bei mir wären diese Tätigkeiten nicht so leicht recherchierbar gewesen wie bei Andreas Lindinger und wahrscheinlich wollte er sich, genauso wie ich, lieber selbst informieren.

Was kann ich für die Grünen tun? Die Bandbreite ist groß und nach oben hin offen. Es beginnt bei der Öffentlichkeit die ich selbst habe und den Menschen die ich so erreichen kann. Der Beteiligung an Aktionen online oder offline. Dem Mitwirken in Arbeitsgruppen zu Themen bei denen ich Kompetenz besitze. Das absolute Minimum und mein Versprechen als Unterstützer, ist meine ehrlichen Meinung.

Als Anthropologie Student verstehe ich mich in gewisser Weise auch als Übersetzter von einem kulturellen Kontext zum Anderen. Mein Versuch ist es bestimmt Grüne Themen in Bevölkerungsschichten zu tragen, wo diese noch nicht gehört worden sind. Dafür bräuchte es allerdings eine außerordentliche Überzeugung von den Grünen, die ich im Moment noch nicht habe. Es gibt Themen die mir absolut wichtig sind und wo die Grünen entgegen demokratischer Grundregeln argumentieren und sich dessen wahrscheinlich gar nicht bewusst sind.

Damit meine ich die politische Debatte zur Internetzensur, wie sie in Deutschland schon auf breiter Basis geführt wird. Über 116.000 Menschen haben dort eine Petition unterzeichnet, um zu verhindern das unter dem Deckmantel der Bekämpfung von Kinderpornographie Zensurmaßnahmen eingeführt werden. Ein Verein von Missbrauchsopfern gegen diese Maßnahme hat sich schon gegründet. Der Klubobmann der Oberösterreichischen Grünen Gottfried Hiertzer hat dann genau diese deutsche Argumentation, welche auf falschen Fakten basiert, im Landtag wiederholt. Mir ist klar, dass dieser Vorfall nicht in den direkten Einfluss der Wiener Grünen fällt, aber das ist auch eines der Dinge, die die Grünen Vorwahlen leisten können, die Grünen auf Themen aufmerksam machen, die enormes Mobilisierungspotential haben und in ihrer Tragweite von der Partei gar nicht abgesehen werden. Die Aufklärung und der Diskurs zu diesem Thema sind mir wichtig und ich finde damit kann man auch in den Grünen beginnen. Ich bringe dieses schwer verdauliche Thema, weil es in Österreich und bei den Grünen angekommen ist und ein zensurfreies Internet mein zentrales politisches Anliegen ist.

Ich glaube, meine Position ist klar geworden und Sie haben jetzt ein besseres Bild von mir. Das nicht alle UnterstützerInnen aufgenommen werden können ist mir klar, aber es muss andere Kriterien geben anhand derer Sie diese Entscheidung treffen. Ein prinzipielles und deutliches Bekenntnis zur Offenheit und Basisdemokratie vermisse ich leider auch noch. Ich denke es wird sehr wegweisend für die Grünen sein, wie mit den Grünen Vorwahlen umgegangen wird. Noch ist es nicht zu spät!

Dieser Brief wird auf meinem Blog veröffentlicht werden. Dadurch will ich Transparenz in der Aktion fördern und andere VorwählerInnen dazu anhalten ihre Position final zu argumentieren.

Kommentare sind eindeutig erwünscht!

Die Grünen Vorwahlen sind für mich zurzeit eine der spannendsten und vielversprechendsten Projekte in der österreichischen Innenpolitik. Es geht darum die Basisdemokratie der Wiener Grünen zu stärken und Politik generell für partizipative Prozesse zu öffnen.

Das ganze hat als typisches Web 2.0 Projekt von sehr Netzaffinen Leuten begonnen (Jana, Helge, Martin). Nach einigen Informationsabenden und einem OpenHouseCamp gab es vergangenen Donnerstag (4. Juni 08)  eine Podiumsdiskussion bei der sich die ganze Sache zugespitzt hat.

Folgende Videos von der Podiumsdiskussion sind, meiner Meinung nach, sehr sehenswert und vermitteln einen Eindruck der österreichischen Innenpolitik. Teil 1 und Teil 2. Ich bin sehr gespannt und traue mir langsam keine Einschätzung mehr abzugeben wie die Sache ausgehen wird. Ich will Hoffen, dass die Grünen sich auf ihr Statut besinnen und Basisdemokratie  wirklich wieder als Wert anerkannt wird.

Nicht umsonst spekulieren die Julis zurzeit mit der Gründung einer nationalen Partei, scheinbar gibt es weltoffene, liberale Gruppen, die sich durch die Grünen schon nicht mehr vertreten fühlen.  Eine Spaltung ähnlich BZÖ-FPÖ wäre fatal im winzigen liberalen Stimmensegment Österreichs.